Schmalgangstapler vs. kurvengängiges RBG: 2 Techniken im Vergleich

Auch in sehr schmalen Gängen arbeiten und somit die Lagerkapazität enorm erhöhen? Das klingt interessant für Sie? Mit Schmalgangstaplern ist das möglich. Denn die Fahrzeuge eignen sich speziell für den Warenumschlag auf engstem Raum sowie bei hohen Regalsystemen und gestalten die Ein – und Auslagerung von Paletten im Lagersystem mit Hubhöhen von über 14 Metern viel einfacher. Auch die kurvengängigen Regalbediengeräte (RBG) können über spezielle Fahrschienen jeden Regalgang erreichen und wechseln sicher und schnell die Gänge. Die Auswahl ist groß – im Folgenden Beitrag stellen wir Ihnen 2 Ausführungen des Schmalgangstaplers vor und vergleichen diese mit dem kurvengängigen RBG, um Ihnen einen Überblick der unterschiedlichen Techniken zu verschaffen. 

Zu berücksichtigen

Welche der zwei Techniken eignet sich am besten für Ihre Bedingungen und Lagerumstände? Hier helfen wir weiter! Denn zu beachten sind nicht nur… 

  • Die Einsatzgebiete
  • Die Kosten 
  • Die Umgebung

Zu Beginn lässt sich bereits sagen, dass die Schmalgangstapler genauso wie das kurvengängige RBG effizient bei hohem Bestand und wenig Durchsatz arbeiten. Außerdem lassen sich die Fahrzeuge beider Techniken flexibel erweitern, falls in der Zukunft höhere Ein- und Auslagerleistungen im Lager gefordert sind. Im Vergleich dazu sind  die weit verbreiteten gassengebundenen Regalbediengeräten in Hochregallägern sehr starr und dadurch nicht wirklich anpassungsfähig. Die von uns vorgestellten Fahrzeuge, können Gassen flexibel wechseln und gestalten das Ein- und Auslagern im Lagersystem für Sie einfacher.

Ein weiteres Thema, dass man bei der Planung nicht aus den Augen verlieren sollte ist der Personenschutz. Bei Schmalgangstaplern lässt sich zwischen stationären und mobilen Schutzeinrichtungen unterscheiden. Stationäre können z.B. Mutings vor jeder Gasse oder eine komplette Einzäunung des Lagerbereichs sein. Mobile Einrichtungen sind am Fahrzeug verbaut und erkennen ein Betreten des Sicherheitsbereiches um das Fahrzeug herum. Im Vergleich dazu wird das Lager bei kurvengängigen RBGs immer komplett eingezäunt und darf nur durch autorisiertes Instandhaltungspersonal betreten werden. Doch bereits bei den Einführungskosten und Personalkosten lassen sich erste Unterschiede der Varianten erkennen. Wir stellen Ihnen kurz und übersichtlich die wichtigsten Unterschiede und Merkmale vor:

1. Schmalgangstapler manuell

Der Vorteil: geringe Einführungskosten. Doch im Vergleich zu der automatisierten Variante hat der manuelle Schmalgangstapler hohe Personalkosten. Betriebs- und Wartungskosten sind regelmäßig für beide Modelle fällig. Das Fahrzeug ist auch bei einer Umgebung mit Temperaturen von -30° bis +40° einsatzbereit – der Einsatz von Personal gestaltet sich bei extremen Bedingungen allerdings schwieriger. Außerdem weisen die manuellen Schmalgangstapler eine hohe Flexibilität auf. Denn die Fahrzeuge können jederzeit beliebig angepasst werden – das heißt: Die Ausbringungsleistung ist durch die Anzahl der Fahrzeuge skalierbar. Auch bei der Ausführung zeigt sich das Fahrzeug flexibel: Das manuelle Modell ist entweder als Man-Down-Gerät oder Man-Up-Gerät erhältlich, bei letzterer Variante kann das Fahrzeug den Picker in die Höhe bringen. Zudem können Sie die Bewegungen im Lager manuell oder induktiv steuern, innerhalb eines Ganges mit Hilfe von Induktionsleitungen im Boden oder mechanisch durch eine Führungsschiene.

2. Schmalgangstapler automatisiert

Wie bereits erwähnt, zeigen sich erste Unterschiede in den Kosten. Obwohl sich die Einsatzkosten bei dem automatisierten Fahrzeug etwas erhöhen, haben Sie hier kaum Personalkosten. Warum ist das so? Das Modell ist automatisiert und somit bedarf es keiner manuellen Steuerung. Nur im Störungsfall können Mitarbeiter eingreifen. Die Einsatzkonditionen sind allerdings genauso vielfältig wie bei dem manuellen Fahrzeug: Sie haben auch hier eine Spanne von -30° bis +40°. Eine weitere Gemeinsamkeit: die Flexibilität. Denn die Leistung lässt sich jederzeit durch die Anzahl der Fahrzeuge beliebig verändern – je nach Bedarf kann die Leistung verringert oder erhöht werden. Einen Vorteil gegenüber dem manuellen Schmalgangstapler haben Sie dadurch, dass Bedarfsschwankungen bei den automatisierten Fahrzeugen grundsätzlich besser abgefangen werden können – Beispiel: Personaleinsatz. Automatisierte Schmalgangstapler werden in der Regel induktiv im Lager geführt.

 

3. Kurvengängiges RBG

Das kurvengängige RBG ist im Vergleich zu den Schmalgangstaplern ein Exot und daher seltener im Gebrauch. Diese Variante weist zwar kaum Personalkosten auf, die Einführungskosten sind im Vergleich allerdings hoch. Denn hier fallen die Materialkosten, für zum Beispiel Führungsschienen, höher aus. Die kurvengängigen RBG verfügen über einen Notsteuerstand und sind daher nur im Notfall manuell bedienbar. Ein Unterschied zu den Schmalgangstaplern: Bedarfsschwankungen können zwar auch hier durch die Anzahl der Fahrzeuge skaliert werden, der Aufwand fällt bei dieser Technik jedoch umfangreicher aus. Das diesmal schienengeführte Modell ist zudem auch bei einer Umgebung von -30° bis +40° einsatzbereit.

Weitere wichtige Faktoren

Eine Tabelle veranschaulicht Ihnen nochmals wichtige Eckdaten der 2 Techniken auf einen Blick. Kontaktieren (Link) Sie uns gerne, wenn Sie weitere Fragen haben oder für eine individuelle Beratung.

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