Distributionslogistik optimal gestalten

  1. Definition und Ziele in der Distributionslogistik
  2. Hauptaufgaben der Distributionslogistik
  3. Einflussgrößen
  4. Distributionslogistik 4.0?

1. Definition und Ziele in der Distributionslogistik

Der Begriff in kürze: Die Distributionslogistik umfasst sämtliche Prozesse, die notwendig sind, um die Produkte eines Unternehmens so effizient und wirtschaftlich wie möglich zu dem Abnehmer zu beschaffen.

Die Distributionslogistik auch Vertriebs- oder Absatzlogistik genannt, ist ein marktverbundenes Logistiksystem. Sie ist ein Teil der Unternehmenslogistik und umfasst den Waren- und Materialfluss sowie den zugehörigen Informationsfluss von der Produktion, über das Distributionslager bis zum Kunden und ist somit das Bindeelement zwischen Herstellung und Markt.

Welche Ziele verfolgt die Distributionslogistik?

Folgender Leitsatz verdeutlicht die wesentliche Zielsetzung der Distributionslogistik: „Die richtige Ware muss zum richtigen Zeitpunkt ​am richtigen Ort in der richtigen Menge und Qualität ​bereitgestellt werden.“ Zu beachten ist hier außerdem die optimale Balance zwischen den Lieferanten, den notwenigen Kosten und den Kundenanforderungen.

2. Hauptaufgaben der Distributionslogistik

Im Wesentlichen verfolgt die Distributionslogistik folgende Ziele:

  • Kostenminimierung

Ziel ist es, die Kosten für den Versand und die Lieferung möglichst gering zu halten. Ein Grund dafür sind die hohen Ansprüche der Hersteller. Konkret geht es um die Reduzierung von Transport-, Bestands-, Fehlmengen- und Auftragsabwicklungskosten.

  • Verfügbarkeit

Im Vordergrund steht hier, dass die Verfügbarkeit eines Produktes sichergestellt wird und dem Kunden eine ausreichende Produktmenge zur Verfügung steht. 

Male,Warehouse,Worker,Pulling,A,Pallet,Truck.

Die Aufgabe der Distributionslogistik besteht darin, den Material- und​ Informationsfluss zwischen Unternehmen und Kunden zu ​planen, zu gestalten, zu steuern und zu kontrollieren. Grundsätzlich lassen sich die Planungsentscheidungen in zwei Ebenen unterteilen:

  1. Die strategische und taktische Planungsebene

Welche Kriterien müssen für eine erfolgreiche strategische und taktische Planung berücksichtigt werden?

Strategische Fragestellungen beschäftigen sich mit der Ausrichtung und Gestaltung eines Logistiknetzwerkes. Ein grundlegender Aspekt ist die richtige Standortwahl in Abhängigkeit von der Kundenstruktur und Auftragsstruktur – ist die vorhandene Struktur die kosteneffizienteste Alternative, oder sollten weitere Standorte in Betracht gezogen werden beziehungsweise geschlossen werden?

Damit einher geht das Kostenkriterium. Beispielsweise lassen sich überflüssige Kosten durch eine Konsolidierung von Aufträgen in einem zentralen Logistikcenter vermeiden. Gleichermaßen können möglichst kurze und ausgelastete Transportwege die Kosten minimieren und der Servicegrad zusätzlich gesteigert werden – dafür muss folgende Fragestellung berücksichtigt werden: Welchen Servicegrad kann unser Netzwerk überhaupt einhalten? Hier helfen wir weiter! Wir unterstützen Sie dabei ineffiziente Abläufe mit Hilfe der softwaregestützten Planung von PSIglobal zu erkennen und die bereits vorhandenen logistischen Prozesse kontinuierlich zu verbessern und effizienter zu gestalten. Was ist eigentlich PSIglobal? Die Software ist ein strategisches Instrument, welches zur Analyse, Planung und Optimierung eines bestehenden oder neu zu erschließenden Beschaffungs- und Distributionslogistik-Netzwerks dient. Erfahren Sie hier mehr zu dem Thema PSIglobal und in welchen Bereichen die Premium-Software eingesetzt wird.

  1. Die operative Planungsebene

Die operative Planung stellt die reale Nachfrage dar. Die Kundenstruktur ist hier von fundamentaler Bedeutung und hat einen direkten Einfluss auf die Auftragsstruktur. Haben Sie sich auf die B2B-Logistik (Business-to-Business) oder die B2C-Logistik (Business-to-Consumer) spezialisiert? Ein grundlegender Unterschied wird deutlich, wenn die Bestellmenge betrachtet wird. Denn während bei der B2B-Logistik wesentlich höhere Mengen je Auftrag und Sachnummer transportiert werden, ist die Menge je Position in einem Auftrag bei der B2C-Logistik deutlich geringer bis hin zu „Ein-Stück-Aufträgen“. Zusätzlich gibt es weiter Einflussgrößen:

3. Einflussgrößen auf die Distributionslogistik

  • Produktsortiment (beispielsweise Anzahl, Abmessung, Gewicht)
  • Fertigungsart (Auftrags- oder Serienfertigung)
  • Kundenstruktur (Großabnehmer, Einzelhandel)
  • Verteilungsprinzip (Zentral- und/oder Regionallager)
  • Produktionsstandort (Ein oder mehrere Werke)
  • Und vieles mehr
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Außerdem muss die Lager- und Kommissioniertechnik, genauso wie vorhandene Prozesse und Strategien berücksichtigt werden. Ein Auftrag kann im Lager unterschiedlich durchgeführt werden – die Ware kann beispielsweise einstufig oder mehrstufig kommissioniert werden. Bei der Einstufigen Kommissionierung wird der Auftrag in dem Lager oder in der Produktion auftragsbezogen kommissioniert. Bei der zweistufigen Kommissionierung hingegen werden mehrere Aufträge zu einem Gesamtauftrag kommissionieren – hier werden die Artikel des Gesamtauftrages bereits auf die einzelnen Kundenaufträge verteilt.

Die Auswahl der Lagertechnik ist ebenfalls Teil der Lösungsstrategie. Zum Beispiel eine annuelle Person-zur-Ware-Kommissionierung: Der Kommissionierer entnimmt die Ware dabei direkt vor Ort. Diese Kommissionierungsart ist hauptsächlich sinnvoll für leichte Waren und kleine Auftragsgrößen, ohne automatische Hilfsmittel. Bei einer automatisierten Ware-zur-Person-Kommissionierung steht der Kommissionierer direkt an einer Entnahmestelle, beispielsweise dem Förderband und die Ware wird direkt zu dem Kommissionierer befördert. Zusammengefasst gibt es verschiedenste Ausgestaltungsmöglichkeiten Ihres Logistikprozesses wie zum Beispiel:

Strategien:

  • 1-stufige Kommissionierung
  • 2-stufige Kommissionierung
  • Batchkommissionierung
  • Pick & Pack
  • 1-Positionskommissionierung
  • Person zu Ware
  • Ware zu Person
  • Multi-Oder-Pick

Lagertechniken:

  • Manuelle Lager Palette, Durchlaufregale
  • Automatisierte Lagersysteme und Sortiersystem
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Welche Lager- und Kommissioniertechnik ist nun für mein Unternehmen am besten geeignet? Hierbei gibt es keine Richtig oder Falsch – denn welche Strategie für Ihr Unternehmen die effizienteste Option ist, muss individuell entschieden und angepasst werden. Auch hier unterstützen wir Sie mit Hilfe von strukturierten Analysen, um die bestmögliche Lösung für Sie zu finden.

Distributionslogistik 4.0?

Durch den technologischen Fortschritt durchlebt auch die Distributionslogistik einen Wandel. In Zeiten von Industrie 4.0 steigen die Anforderungen und eine immer mehr vernetzte Absatzlogistik ist gefragt. Zudem werden die Abläufe durch intelligente Softwares ergänzt. Dadurch stehen der Distributionslogistik mehr Systeme zur Verfügung, welche die Abläufe effizienter und wirtschaftlicher gestalten können. Allerdings steigen auch die Ansprüche – Kunden erwarten eine schnelle Auftragsabwicklung und kürzere Lieferzeiten. Um die Ziele zu erreichen, müssen Unternehmen sich ein Distributionsnetz aufbauen. Auch die Standortwahl für Auslieferungslager und Investitionen in optimale Lagersysteme und Transportmittel kann hier von Bedeutung sein. 

Planung und Realisierung

Sie wollen die Prozesse Ihrer Absatzlogistik optimal planen und realisieren? Oder wollen Sie bereits vorhandene Abläufe verbessern und effizienter gestalten? Unser geschultes Team unterstützt Sie dabei Ihre Potenziale vollständig zu nutzen.

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