Lager- und Materialflussplanung

Referenz: Planung und Anlaufmanagement der Montagebereitstellung für den XL1 von VW

Der Volkswagen XL1 ist ein „Ein-Liter-Auto“. Möglich macht dies der Hybrid-Antrieb aus Elektro- und Verbrennungsmotor in Verbindung mit Leichtbautechnologien. Nach erfolgreichem Prototyp sollte eine Kleinserie in Osnabrück gebaut werden. Geplant war der Aufbau einer Montagelinie für 200 Fahrzeuge. Die MALORG Consulting entwickelte in Zusammenarbeit mit VW ein vollständiges Logistikkonzept, das eine ausnahmslos staplerlose Produktion in den Mittelpunkt rückte.

Facts

Kunde
VW
Beratungsfeld
Strategie, Planung und Realisierung
Branche
Automotive
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Der Verkehr auf dem Werksgelände

Zunächst galt es, ein Transportkonzept für den Verkehr auf dem Werksgelände zu erstellen. So sollte der Weg „Lager – Karosseriebau – Lackierung – Lager – Montage“ so effizient wie möglich gestaltet werden. Eine zentrale Herausforderung innerhalb dieses Planungsschritts ergab sich aus dem Transport über mehrere, voneinander getrennte Hallen, bei dem jedoch kein Stapler verwendet werden sollte. Als Lösung wird ein LKW mit einer Hubrampe eingesetzt, die speziell für die Transportgestelle modifiziert wurde (siehe Abb. links). Die Transportgestelle sowie die Art des Transports wurden ebenfalls im Rahmen des Projekts geplant.

Tagesgenaue Belieferung, Wege sparen

Die Planung und Zusammenstellung der Sequenzwagen fielen ebenfalls in den Aufgabenbereich der MALORG Consulting. Das Konzept sieht vor, dass Teile, die am gleichen Verbauort benötigt werden, zusammengefasst werden, damit keine Pufferplätze in der Montage entstehen. Die Belieferung erfolgt tagesgenau.

Darauf aufbauend wurden Supermärkte und das Reichweitenlager geplant. Dabei wurde im Besonderen auf schlanke Kommissionierprozesse geachtet. Ziele, die in diesem Rahmen verfolgt wurden, sind das Vermeiden eines Mehrfachhandlings und somit das Einsparen von Kommissionierwegen.

Wareneingang: Hoher Umpackaufwand

Zusammengefasst besteht der Wareneingangsprozess aus den Schritten 1. Vereinnahmen, 2. Umpacken, 3. Konsolidieren und 4. Einlagern. Der Prozess wird hauptsächlich durch die Kleinserie charakterisiert. Hierbei gibt es keine einheitliche Verpackungsvorschrift, so dass Lieferanten verschiedene Teile in einem Behälter (Kartonage) mischen. Da die verschiedenen Materialnummern unterschiedliche Lagerorte im Supermarkt besitzen, müssen diese im Wareneingang separiert, neu verpackt und anschließend im richtigen Kommissionierbereich eingelagert werden.

Herausarbeiten der Vorzugsvariante

Für einige Teile sind besondere Verpackungen notwendig. So entwickelte die MALORG Consulting mit VW eigene Sonderladungsträger für sensible Carbonteile (siehe Abb. rechts). Diese können flexibel genutzt werden: einerseits für den Transport vom Lieferanten, der unter Einsatz von Staplern erfolgt (Staplerschuhe), und andererseits im Lager und in der Montage (staplerlos durch herausklappbare Rollen).

Begleitung bis zum stabilen Betrieb

Die MALORG Consulting begleitete zudem die Inbetriebnahme bis zum stabilen Prozess. So wurden der Aufbau des Lagers, die Bestückung der Supermärkte sowie die Einführung der definierten Prozesse betreut.

Sind Sie neugierig geworden?

Die MALORG Consulting ist eine Unternehmensberatung für alle Fragen rund um Ihre Logistik und Supply Chain. Erfahren Sie mehr über unsere drei Beratungsfelder. Wenn Sie Fragen zu der beschriebenen Referenz oder zu anderen von uns durchgeführten Projekten haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Nachfolgend finden Sie weitere Referenzen und konkrete Informationen zu unseren Leistungen. Schauen Sie sich um, damit Sie die wertvollen Anregungen für Ihr Unternehmen nicht verpassen.

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