9. Stillstand vermeiden, aus Fehlern lernen

Schwierigkeiten und ihre Lösungen

Lernen können Sie auch aus Fehlern, die andere bereits gemacht haben. Nachfolgend stellen wir Ihnen einzelne Vorhaben zur Einführung eines neuen Lagerverwaltungssystems vor, in deren Verlauf besondere Schwierigkeiten auftraten. Im Anschluss oder bei einem erneuten Projektverlauf wurden Sie durch unsere Berater und die Erarbeitung entsprechender Lösungen begleitet.

Rückabwicklung als Konsequenz

Die Realität zeigt: WMS-Einführungen können so schief laufen, dass sie in letzter Konsequenz sogar rückabgewickelt werden müssen. Ein zu ambitionierter Zeitplan eines zu unerfahrenen Teams führte in einem Fall zu Liquiditätsproblemen und Existenzängsten. Hier wurde weder der Pflichtenhefterstellung Zeit eingeräumt noch der Durchführung von Tests. Auftragsstau und unerfüllte Kundenerwartungen waren eine weitere Konsequenz, auch weil der Anbieter die Komplexität der Anforderungen unterschätzte.

Kleine Unstimmigkeiten führten zum Totalausfall

Lange Zeit sah es in einem anderen Fall nach einem Projektverlauf nach Maß aus, sechs Monate nach dem Systemstart stand die Anlage dann trotzdem still und sechs extreme Wochen waren zu überstehen. Viele kleine Unstimmigkeiten, ob in der Mechanik oder IT, führten letztendlich zum Totalausfall. Die Erkenntnis: Der Projektabschluss ist nicht mit dem Systemstart gleichzusetzen. Eine Nachbetreuung ist erforderlich. Ein knallhartes Projektmanagement trug dazu bei, den Kopf zu bewahren. Allerdings ging auch hier Kundenvertrauen verloren, das sich nur schwer und mühsam zurückgewinnen lässt.

400 Fehlermeldungen

Im Fall eines weiteren Projekts bedeuteten 400 Fehlermeldungen während der ersten Testphase ein halbes Jahr Aufschub. Die Qualität der Umsetzung war nicht ausreichend, die Ursachen dafür lagen in der Abstimmung zwischen dem Unternehmen und dem WMS-Anbieter. Kurz davor, alles umzukehren, setzten die Verantwortlichen dann doch auf Eskalationsstufen, einen Lenkungsausschuss und tägliche bis wöchentliche Statustermine – intern sowie extern mit dem Anbieter. Es wurden Fortschrittskontrollen eingesetzt und die Priorisierung von offenen Punkten vorgenommen.

Das richtige Bewusstsein für ein WMS-Projekt entwickeln

WMS-Einführungen kosten Nerven und einmal tief durchatmen reicht dann nicht aus, um tiefgreifende Probleme zu lösen. Mit dem richtigen Bewusstsein für das WMS-Projekt können viele der Probleme jedoch vermieden werden. Dazu gehört es zu wissen, was auf das Unternehmen zukommt, dazu gehört der Mut, sich an den richtigen Stellen Zeit zu nehmen und Hilfe zu suchen und dazu gehört eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Benötigen Sie eine Einschätzung zu Ihrem Projekt? Wollen Sie ein neues Warehouse Management System einführen und suchen nach einem passenden Begleiter? Ganz gleich, welche Fragen Sie haben, kontaktieren Sie uns und sprechen Sie mit uns über Ihr Vorhaben, um es von Anfang an richtig anzugehen.

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