#7 Drei Trends, die die Zukunft der Logistik bestimmen

Wie sieht die Logistik von morgen aus? Es besteht kein Zweifel, dass sich die Transport- und Logistikbranche im Wandel befindet. Wir erklären die Potenziale und Schattenseiten der drei übergeordneten Trends in der Logistik: Robotik, Umweltschutz und Blockchain.

1 Das Lager der Zukunft – der Roboter als Kollege

Roboter können fehlende Mitarbeiter ersetzen oder die Menschen, die im Lager arbeiten, entlasten. Welche Einsatzmöglichkeiten heute schon genutzt werden und welche Entwicklungen uns in Zukunft erwarten, möchten wir Ihnen in diesem Abschnitt vorstellen.

Durch das kontinuierliche Wachstum des Onlinehandels werden auch die Logistikdienstleister vor neue Herausforderungen gestellt: Peaks nicht nur saisonbedingt, sondern sogar an verschiedenen Tagen der Woche, machen die Planung von Ressourcen schwieriger. Der Bedarf an automatisierten Prozessen in Logistikzentren ist daher groß.

Kommissionieren schneller, sicherer und kostengünstiger gestalten

Aktuell stehen dabei Lösungen im Fokus, die die Effizienz einzelner Prozesse verbessern oder der Personalknappheit entgegenwirken sollen. Zudem sollen sie in der Implementierung weniger aufwendig und flexibel erweiterbar sein. Betrachtet man zum Beispiel den Lagerprozess „Picken von Artikeln aus dem Warenlager“, wird schnell klar, dass dies ein kostenintensiver Prozess ist, der oftmals bis zu 50% der gesamten Lagerhaltungskosten ausmachen kann. Den Großteil der Kosten bilden die Lohnkosten für die Mitarbeiter. Beim klassischen Kommissioniervorgang läuft ein Mitarbeiter durch das Lager und sammelt die bestellten Artikel aus den entsprechenden Regalen nach einer Papierliste ein. Um den Kommissionierer zu unterstützen, wird immer häufiger auf technische Hilfsmittel wie mobile Datenterminals, Voice-Anwendungen oder Datenbrillen zurückgegriffen. Diese Mensch-zu-Ware-Systeme sind jedoch zeitaufwendig, teilweise fehleranfällig und setzen den Menschen unter (körperlichen) Leistungsdruck. Automatisierte Ware-zu-Mensch-Systeme, die darauf basieren, dass ganze Ladungsträger wie Paletten oder Kartons automatisch zum Mitarbeiter gebracht werden, verbessern den Prozess nur bedingt, denn auch hier ist es der Mensch, der am Ende das einzelne Produkt entnimmt. Zudem sind die Systeme wenig flexibel und mit hohen Investitionskosten verbunden.

Aus diesem Grund setzen bereits heute einige Unternehmen verstärkt auf die Unterstützung durch intelligenten Kommissionier-Roboter. Die Digitalisierung ist längst in der Logistik angekommen. Anstatt die Ware zum Menschen zu bringen, fährt beispielsweise ein autonomer Roboter zum Regal und entnimmt selbstständig das gewünschte Produkt. Er übernimmt also das Ein- und Auslagern sowie die Wegstrecken zwischen den zu kommissionierenden Objekten bis hin zur Versandstation. Ziel ist es, ein wirtschaftlich sinnvolles Zusammenspiel zwischen Automatisation und Personal zu erreichen.

So können zukünftig sensorgesteuerte Kommissionier-Roboter und Menschen parallel arbeiten – und der Roboter wird zum digitalen Kollegen.

 

2 Grüne Logistik

Das öffentliche Bewusstsein für den Schutz der Umwelt fordert Unternehmen auf, ökologisch zu produzieren und zu wirtschaften. Auch in Logistikunternehmen kommt dem Schutz der Umwelt eine immer größer werdende Bedeutung zu. Es gibt verschiedene Ansätze, durch die ein Unternehmen seine Logistik umweltfreundlicher gestalten kann:

CO2-Emission – der ökologische Fußabdruck

Der CO2-Fußabdruck (carbon footprint) bezeichnet die Menge an CO2, die ein Unternehmen im gesamten Prozessablauf von der Produktion bis zur Lieferung verbraucht. Es gilt, diese Menge möglichst gering zu halten. Möglich macht dies der Einsatz von verbrauchsarmen Fahrzeugen. Eine Lösung in der Elektromobilität können Oberleitungen für elektrisch betriebene LKW auf Autobahnen sein.

Senkung des Stromverbrauchs

Die fossilen Energieträger Gas, Erdöl und Kohle setzen bei der Stromerzeugung – genauso wie die regenerativen Träger Wasser, Wind und Sonne – CO2 frei. Daher ist die Einsparung von Energie, unabhängig von der Art der eingesetzten Energieform, eine effiziente Methode, um umweltfreundlich und wirtschaftlich zu handeln. Vor allem in der Lagerlogistik kann der Stromverbrauch durch einfache Maßnahmen gesenkt werden: Dazu gehören zum Beispiel der Stand-by-Betrieb von Geräten, stromsparende Lagerliftsysteme oder Karusselllager, die mehr Ware auf weniger Platz aufnehmen – so kann eine geringere Lagerfläche ausreichend sein, die weniger Strom benötigt.

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3 Blockchain – Logistik als geeignetes Einsatzgebiet?

Derzeit herrscht ein regelrechter Hype um Blockchain. Doch für viele ist dieser Begriff nicht greifbar und im Zusammenhang mit Logistik erst recht nicht. Viel geläufiger ist sie im Zusammenhang mit der Digitalwährung Bitcoin. Doch inzwischen experimentieren neben Finanzdienstleistern auch Unternehmen anderer Branchen damit, denn sie haben das Potenzial, das in dieser Technologie steckt, bereits erkannt.

Zunächst stellt sich die Frage, was eine Blockchain überhaupt ist: Dabei handelt es sich um eine Datenbank, die dezentral auf vielen Rechnern geführt wird und alle an ihr vorgenommenen Veränderungen in Echtzeit und revisionssicher aufzeichnet. Durch Verschlüsselungen wird die Datenbank vor fremden Zugriffen geschützt. So können in der Logistik durch die Blockchain sowohl die Wege von Gütern, als auch die immateriellen Werte (wie Verträge, Rechte und digitales Geld) jederzeit nachvollzogen werden.

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Experten sehen gerade in der Logistik ein enormes Potenzial für Blockchain-Lösungen. Entlang der globalen Warenströme gibt es etliche Akteure, die Informationen austauschen und ständig auf dem Laufenden gehalten werden müssen: vom Lieferanten über den Transportdienstleister und den Empfänger einer Sendung bis hin zu Behörden und Investoren. Hier kann die neue Datenbanktechnologie ihre Vorteile theoretisch voll ausspielen. Ermöglicht sie doch mit ihrer dezentralen Organisationsstruktur, dass alle Beteiligten auf identische Daten zugreifen können und stets auf demselben Informationsstand sind.

Blockchain setzt Wandel der Unternehmenskultur voraus

Mehr Transparenz in der Lieferkette, eine verbesserte Rückverfolgbarkeit und manipulationssichere Informationen – Blockchain-Lösungen scheinen für den reibungslosen Datenaustausch in immer komplexeren Wertschöpfungsketten wie gemacht. Doch bisher wurde diese Technik oftmals nur unter Laborbedingungen getestet, die die unvermeidbaren Hürden im Tagesgeschäft außen vor lassen. Sie befindet sich also noch im Anfangsstadium.

Vor allem fehlt es an der nötigen Rechenleistung – einer der größten Nachteile der Blockchain ist ihr hoher Energieverbrauch. Zudem gilt die Technik als nach wie vor unausgereift, was sie zumindest dem Prinzip nach anfällig für Hackerangriffe macht. Die größte Hürde für die Einführung der Blockchain-Technologie in der Logistik dürfte allerdings die Bereitschaft aller Akteure sein, sich darauf einzulassen. Stichwort Datentransparenz: Das produzierende Gewerbe müsste zum Beispiel Daten über Produkte herausgeben. Es ist zumindest fraglich, ob die Unternehmen da mitmachen würden. Außerdem sind die Vorteile der Blockchain zum Teil ungleich zwischen den einzelnen Akteuren verteilt. Somit dürfte es viele Diskussionen darüber geben, wer am Ende welchen Anteil an den Kosten trägt. Dennoch: Die Vorteile der Blockchain überwiegen – auch und gerade in der Logistik.

 

Die Logistik von morgen nutzen

Langfristig werden diese Trends die Logistik und das Supply Chain Management nachhaltig verändern. Sie möchten wissen, ob diese Technologien auch für Ihr Unternehmen von Vorteil sein können, um Ihre Abläufe effizienter, einfacher und kostengünstiger zu gestalten? Lassen Sie sich von uns beraten! 

  • Eine optimale Ausnutzung der Lagerflächen hinsichtlich der Lagerkapazität. Zwischen Lagerkapazität und benötigter Lagerleistung muss die Balance stimmen. Bei wenigen Artikeln, die jedoch in hoher Stückzahl gelagert werden, eignet sich zum Beispiel ein Bodenblocklager sowie manuelle oder automatisierte Durchlaufläger. Haben Sie eine Vielzahl von Artikeln, auf die Sie nicht sehr häufig zurückgreifen müssen – Stichwort Langsamdreher – dann bietet sich ein Verschieberegal an. Der Einsatz dieser Lagerart ist zudem besonders vorteilhaft im Tiefkühlbereich, da hier Lagerfläche sowie Volumen reduziert werden und somit effizienter gekühlt werden können. Für den Fall, dass Sie eine sehr hohe Leistung sowie einen hohen Zugriff auf die Artikel aus Ihrem Sortiment haben, wird der Einsatz eines hochdynamischen und automatisierten Hochregallagers oder auch Automatischen Kleinteillagers interessant.
  • Ressourcen bestmöglich einsetzen, damit Sie die volle Lagerleistung ausschöpfen können und Wartezeiten vermeiden. Dazu zählt Ihr Personal ebenso wie Ihr Equipment, womit die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes zu einem gewichtigen Faktor wird.
  • Optimierte Prozesse mit bestmöglicher IT-Unterstützung, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Wir sprechen dabei von einer Null-Fehler-Strategie.

Ineffizienz im Lager kann viele Ursachen haben: eine unübersichtliche Lagerorganisation, Logistikprozesse, die sich primär nach der IT richten und nicht nach den physischen Abläufen im Lager oder eine zu geringe IT-Unterstützung im Lager – um nur drei zu nennen. Wenn Sie keine freien Lagerkapazitäten mehr haben, die Produktivität Ihres Lagers sinkt, Ihre Logistiktechnik veraltet und störanfällig ist oder die Umsetzung zukünftiger Anforderungen nicht mehr gewährleistet ist, dann ist es an der Zeit, sich mit dem Thema Lagerplanung bzw. Lageroptimierung auseinander zu setzen. Wenn Sie mögen, tun wir das nun gemeinsam.

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